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Fragen und Antworten

Wodurch zeichnet sich die Challenger II Serie (in B: 3137/2, 3143/2, 3172/2, 3125/2) gegenüber der regulären 3137 aus?
Wieviel ist mein Instrument heute wert?
Wo und wie erhalte ich mein B&S Instrument?
Woher kommt die Marke B&S?
Was ist ein 3B Gelenksystem?
Pflegehinweise
An meinem älteren Instrument werden rote Flecken sichtbar – was ist das?
Nachgefragt – wie wird man Instrumentenmacher?

Wodurch zeichnet sich die Challenger II Serie (in B: 3137/2, 3143/2, 3172/2, 3125/2) gegenüber der regulären 3137 aus?

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Die Challenger II Serie ist die konsequente Weiterentwicklung der Challenger 3137 für die ambitioniertesten Spieler.

Sie bietet:

  • mehr Kombinationsmöglichkeiten für eine noch individuellere Anpassung an den persönlichen Stil des Musikers: so können alternativ andere Schallstückgrößen, Bohrungen und Mundrohre (reversed) gewählt werden
  • verbessertes, angenehmes Handling durch leise Ventilfilze im Oberdeckel und geräuschdämpfende Gummiringe in den Ventilzügen
  • flexibleres Finetuning mit längerem Auszugsweg am 3. Ventilzug

Und:
die neue Challenger II hat jetzt eine nochmal verbesserte, leichtere Ansprache! Selbstverständlich (wie alle B&S-Instrumente) 100% handgefertigt in Deutschland.

Wieviel ist mein Instrument heute wert?

Der Wert eines Musikinstruments hängt nicht nur vom Modell und Alter, sondern vor Allem auch vom Zustand und der Spielbarkeit ab. Leider lässt sich per Ferndiagnose unmöglich seriös beurteilen, ob und welche Modifikationen, Reparaturen und/oder Überholungen fachgerecht ausgeführt worden sind.

Auch über Ventil- und Zugfunktion, Beulen oder Kratzer, den allgemeinen Zustand der Lackierung oder Versilberung etc. lässt sich ohne eine persönliche Ansicht des jeweiligen Instruments kaum eine sinnvolle Aussage treffen.

Gutachten kann Ihnen am besten ein qualifizierter Instrumentenmacher im örtlichen Fachhandel nach persönlicher, professioneller Durchsicht Ihres gebrauchten Instruments erstellen.

Wo und wie erhalte ich mein B&S Instrument?

B&S Instrumente sowie Zubehör und Reparaturteile werden ausschließlich über den Fachhandel vertrieben.
» Hier finden Sie einen Fachhändler in der Nähe.

Woher kommt die Marke B&S?

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Die Marke B&S entstammt der Musikinstrumentenbautradition der Region des oberen Vogtlands in Sachsen. Im Zuge der Enteignung und Verstaatlichung von Privatunternehmen in der DDR wurden viele Werkstätten und Blechbläserateliers aus Markneukirchen und Klingenthal zusammengefasst.

So entstand zunächst der VEB Sächsische Musikinstrumente, aus dem dann mit allen Holz und Blechblasintrumentenbetrieben der volkseigene Betrieb B&S (= Blechblas- und Signalinstrumente) hervorging.

In Markneukirchen und Klingenthal wurde B&S als Dachmarke für alle hochwertigeren Produkte eingeführt. Hingegen wurden die Standardserien unter dem Namen „Weltklang“ und später VMI (= Vogtländische Musikinstrumentenfabrik) geführt.

Was ist ein 3B Gelenksystem?

Im Gegensatz zu herkömmlichen Druckwerkgelenkkonstruktionen gewährleisten beim innovativen 3B Gelenksystem pro Ventil gleich 2 bronzegelagerte Stahlkugeln eine ideale Kraftübertragung zum Ventil, und zwar jeweils am Druckwerkfuß und am Ende der Schubstange zum Flügel.

3B steht dabei für „Bronze Ball Bearing“ oder „bronze-gelagerte Stahlkugel“. Damit diese hochwertige Kugel/Gleitlagerkombination ihre Vorteile auch voll ausspielen kann, sorgt je eine Feder am Druckwerkfuß für problemlosen Lauf und einem der Schnurmechanik ähnlichem weichem Druckgefühl.

Pflegehinweise

Ein Musikinstrument bedarf wie jeder Gebrauchsgegenstand der Pflege. Der Zeitbedarf dafür ist äußerst gering, wenn man bedenkt, dass Ihnen Ihr Instrument bei normaler Pflege für sehr lange Zeit treue Dienste leistet und viel Freude am Musizieren bereitet. Von vornherein ein ausgezeichneter Schutz für das Aussehen ist die Lackierung mit Klarlack. Bei unserer Einbrennmethode wird der Ton nicht verändert.

Trotz der hohen Widerstandsfähigkeit sind starke Handtranspiration und Knöpfe an der Bekleidung auch diesem Lack abträglich. Zur Pflege sollte man einen weichen Lappen und ggf. ein spezielles Lackpflegemittel und verwenden.

Das gesamte Instrument sollte regelmäßig einer Innenreinigung unterzogen werden. Hierzu sind besondere Bürsten oder besser Reinigungsdüsen erhältlich. Nach ihrer Verwendung sollte man das Horn mit lauwarmem, reinem Wasser gründlich durchspülen. Ansonsten sollte dem Instrument nach dem Spielen Zeit zum Trockenwerden gegeben werden; ein sofortiges Verpacken des noch von innen feuchten Instruments in den Koffer oder Überzug wird dieses nicht danken; langfristig wird damit die Korrosion (Entzinkung) gefördert.

Lassen Sie das Mundstück nach dem Spielen nicht im Instrument stecken. Es empfiehlt sich die Anschaffung eines Mundstückbürstchens zur Reinigung, da schon die kleinsten Schmutzreste in der Seele des Mundstücks eine verschlechterte Ansprache sowie Stimmungsprobleme verursachen.

Perinet-Ventile sind des Öfteren herauszunehmen, mit einem Lappen abzureiben und mit einem geeigneten Perinet-Ventilöl zu versehen. (Es gilt jedoch nicht die Regel: viel hilft viel – im Gegenteil!). Zylinderventile lassen sich ebenfalls behandeln. Zum Ölen der Laufzapfen mit Zylinderventilöl sollte das Ventil nicht jedes Mal auseinandergebaut werden. Spricht ein Zylinderinstrument einmal nicht richtig an, so überprüfen Sie zunächst einmal, ob die Ventilstellung stimmt. Diese Stellung ist im Spreng- oder Falzdeckel gekennzeichnet. Bei Nichtübereinstimmung sollten Sie zunächst die Anschlagkorke auswechseln.

Ebenso wichtig ist der Kork an der Wasserklappe. Die Abdichtung muss gewährleistet sein, ansonsten sind verschlechterte Ansprache und Klang die Folge. Die Ventilzüge sind des Öfteren herauszuziehen, zu reinigen und anschließend mit einem säurefreien Fett zu behandeln. Sollten sie einmal zu leicht gehen, genügt es normalerweise, etwas Hirschtalg aufzutragen.

Bei generell pfleglicher Behandlung bereitet ein Horn ein Leben lang Freude. Bei Qualitätsinstrumenten ist eine Reparatur auch in Zukunft jederzeit möglich und lohnenswert.

An meinem älteren Instrument werden rote Flecken sichtbar – was ist das?

Hierbei handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um einen sogenannten „roten Punkt“, ein Kupferloch. Stetige Einwirkung von Feuchtigkeit – z.B. wenn man das Instrument nach dem Spiel nicht trocknen lässt – führt nach längerer Zeit zur Entzinkung: das Zink wird aus der Materialverbindung herausgelöst oder „herausgefressen“, und der rote Punkt bleibt zurück. Das betroffene Teil muss dann ausgetauscht werden – mit etwas Pflege leicht vermeidbar. Übrigens: Goldmessing (und auch Neusilber) ist weitestgehend resistent gegen Entzinkung. Bitte beachten Sie auch unsere Pflegehinweise.

Nachgefragt – wie wird man Instrumentenmacher?

(Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 1.09.2000)

Bernhard Goertz ist Ausbilder und Werkstattmeister bei der Wenzel Meinl GmbH. Über seinen Beruf und die dreijährige Berufsausbildung zum Metallblasinstrumentenmacher stand der Ausbildungsleiter der Süddeutschen Zeitung Rede und Antwort.

Aus der Süddeutschen Zeitung vom 1. September 2000 (Nr. 201, WOR):

Nachgefragt – Wie wird man Instrumentenbauer?

Bernhard Goertz ist Ausbilder und Werkstattmeister bei der Geretsrieder Firma „Meinl Wenzel GmbH Metallblasinstrumente“. Über seinen Job und die dreijährige Berufsausbildung zum Metallblasinstrumentenmacher äußerte sich der Ausbildungsleiter gegenüber der SZ.

SZ: Wie wird man Ausbildungsleiter?
Goertz: Ich habe in dieser Firma meine Lehre gemacht, dann die Meisterprüfung vor der Handwerkskammer abgelegt, und seit acht Jahren leite ich die Ausbildung unserer Lehrlinge.

SZ: Weshalb wird man Ausbildungsleiter?
Goertz: Um eine sehr interessante handwerkliche Tätigkeit an junge Leute weiter zu vermitteln. Es macht mir großen Spaß, die Jugendlichen über die Jahre hin zu begleiten.

SZ: In welchem Alter und mit welchen Voraussetzungen kommen die Azubis zu Ihnen?
Goertz: Da gibt es zwei Extreme. Die Jüngeren kommen mit 15, 16 Jahren von der Haupt- oder Realschule. Wir haben auch schon einem 15-Jährigen ohne Schulabschluss die Chande gegeben, bei uns zu lernen. Die sind dann mit noch nicht 20 Jahren fertig. Die Älteren kommen erst in diesem Alter zu uns. Das sind Leute auf der Suche, die nach dem Abitur oder nach einem abgebrochenen Studium etwas Praktisches machen wollen. Manche kommen aus der Musikbranche. Andere sind Bundeswehrmusiker. Weider andere haben ein technisches Studium absolviert.

SZ: Gibt es da einen Unterschied in der Berufauffassung?
Goertz: Das Ziel ist oft unterschiedlich. Manche der Studienabbrecher sehen das hier als Durchgangsstadium, um später ihr Studium wieder aufzunehmen

SZ: Ist die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen groß?
Goertz: Das kann man schon sagen. Es gibt in dieser Branche nicht mehr viele, die Nachwuchs ausbilden. Wir bekommen nächste Woche zwei Neue: einen aus Rosenheim und einen aus Berlin. Der hatte sich in Brandenburg und in den neuen Ländern vergeblich beworben. Jetzt kommt er zu uns.

SZ: Was sollte ein Bewerber neben dem Schulabschluss mitbringen?
Goertz: Vor allem den Spaß daran, mit den Händen etwas zu fertigen.

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